Head-to-Head · Italien vs. Japan · Stand 19. September 2026
Santoku vs. Kochmesser: Welches Messer schneidet in deiner Küche besser ab?
Kurze Antwort vorweg: Wer ein gutmütiges Alltagsmesser für Wiegeschnitt, Kräuter und Sonntagsbraten sucht, greift zum Due Cigni Tuscany Kochmesser 20 cm. Wer viel Gemüse in gleichmäßigen Scheiben schneidet und Kullen liebt, ist mit dem Tuscany Santoku 18 cm schneller. Wer japanische Schärfe mit 14–15° Schliff, VG-5-Kern und 60–61 HRC will und dafür Pflege und Schärfsteine akzeptiert, gewinnt mit dem Tamahagane SAN Santoku 175 mm jeden Schärfevergleich.
Wir haben in der Messerhaus-Kochwerkstatt drei Bestseller-Kandidaten über Wochen parallel benutzt: zweimal Maniago-Handwerk mit Olivenholz, einmal Tsubame-Präzision aus Niigata. Kein Labor-Blabla, sondern Zwiebeln, Kürbis, Tomatenhaut, Sellerie, Kräuter, Roastbeef und Sushi-Rollen. Hier kommt das ehrliche Duell.
Die Kontrahenten im Überblick
| Modell | Klingenlänge & Typ | Stahl & Härte | Griff | Preis* |
|---|---|---|---|---|
| A: Due Cigni Tuscany Kochmesser 20 cm | 20 cm Chef, Full-Tang, gestanzt, glatte Schneide | X50CrMoV15 (4116), ca. 55–57 HRC | Olivenholz, jedes Stück ein Unikat | ca. 71,99 € |
| B: Due Cigni Tuscany Santokumesser 18 cm mit Kullen | 18 cm Santoku, Full-Tang, Kullen (Lufttaschen) | X50CrMoV15 (4116), ca. 55–57 HRC | Olivenholz | ca. 77,99 € |
| C: Tamahagane SAN Santoku 175 mm | 175 mm Santoku, 3-lagig San-Mai | VG-5-Kern, ca. 60–61 HRC, SUS410-Flanken | braunes Micarta, ausbalanciert | ca. 254,40 € |
*Tagespreise im Messerhaus im September 2026. Olivenholz variiert naturgemäß in Maserung und Farbe.
1. Klingenform: Spitze gegen Schafsfuß
Das Kochmesser ist der Europäer: 20 cm lange, leicht bauchige Klinge mit spitz zulaufendem Ort. Du wiegst Petersilie, hackst Zwiebeln im Schaukelschnitt, zerteilst Hähnchen und schneidest Braten auf. Die Spitze sticht an, die lange Schneide zieht durch Sellerie und Kürbis.
Beide Santokus sind Japaner im Herzen: kürzer, breiter, weniger Bauch, dünnerer Anschliff. Du schiebst statt zu wiegen – Push-Cut nach vorn, nicht Schaukel. Ergebnis: hauchdünne Gurkenscheiben, saubere Würfel, glatte Fisch-Tranchen ohne zu reißen. Die Kullen am Tuscany Santoku sind kleine Vertiefungen oberhalb der Schneide: Kartoffel- und Apfelscheiben lösen sich spürbar besser als bei glatter Klinge.
Punktesieg Form: Ein-Messer-Haushalt = Kochmesser 20 cm. Gemüse-Fans und kleine Hände = Santoku 18 cm oder 175 mm. Wer Sushi, Sashimi und Bratenaufschnitt liebt, ergänzt später ein langes Sujihiki – dazu unten mehr.





